Neuen Rechner einrichten — jeder Bildschirm erklärt
Sie packen einen neuen Rechner aus, schalten ihn ein — und Windows stellt Ihnen erst einmal ein Dutzend Fragen. Einige davon klingen harmlos und sind es nicht: Bei einer falschen Antwort landet der Rechner als Privatgerät im System, und dann fängt die Einrichtung von vorn an.
Diese Seite geht jeden Bildschirm durch, in der Reihenfolge, in der er kommt. Halten Sie sie beim Auspacken daneben.
Vorher: zwei Dinge bereitlegen
Abschnitt betitelt „Vorher: zwei Dinge bereitlegen“- Ihre Willkommensmail. Darin stehen Ihr Anmeldename und ein Zugangspass (bei manchen Firmen ein Startkennwort). Der Zugangspass gilt nur an Ihrem ersten Arbeitstag, in dem Zeitfenster, das in der Mail steht — richten Sie den Rechner also in dieser Zeit ein. Steht in Ihrer Mail stattdessen, dass Sie den Zugang am ersten Morgen von Ihrer Ansprechperson bekommen, warten Sie darauf.
- Ihr Smartphone. Gleich nach der ersten Anmeldung richten Sie die Zwei-Faktor-Anmeldung ein, und dazu brauchen Sie es in der Hand.
Dazu WLAN oder ein Netzwerkkabel. Ohne Internet kommt der Rechner nicht durch die Einrichtung — er holt sich Ihre Firmeneinstellungen ja erst.
Die Bildschirme, der Reihe nach
Abschnitt betitelt „Die Bildschirme, der Reihe nach“1. Land und Tastatur
Abschnitt betitelt „1. Land und Tastatur“Deutschland und Deutsch (QWERTZ). Ein zweites Tastaturlayout brauchen Sie nicht — auf der Folgeseite „Möchten Sie ein zweites Tastaturlayout hinzufügen?” wählen Sie Überspringen.
2. Mit dem Netzwerk verbinden
Abschnitt betitelt „2. Mit dem Netzwerk verbinden“Ihr WLAN auswählen und das Kennwort eingeben. Danach lädt Windows kurz Aktualisierungen — das kann ein paar Minuten dauern und ist normal. Steckt ein Netzwerkkabel, überspringt Windows diesen Bildschirm.
3. Lizenzvereinbarung
Abschnitt betitelt „3. Lizenzvereinbarung“Die Lizenzvereinbarung von Microsoft: Annehmen.
4. „Ihr Gerät benennen”
Abschnitt betitelt „4. „Ihr Gerät benennen”“Überspringen. Windows startet nach einem neuen Namen neu — das kostet Zeit, und für die Einrichtung braucht der Rechner keinen eigenen Namen.
5. „Wie möchten Sie dieses Gerät einrichten?”
Abschnitt betitelt „5. „Wie möchten Sie dieses Gerät einrichten?”“„Für Arbeit oder Schule/Uni einrichten” — je nach Windows-Fassung heißt es auch „Für eine Organisation einrichten”.
Das ist der Bildschirm, an dem es schiefgehen kann. Wählen Sie hier „Für persönliche Verwendung einrichten”, wird der Rechner ein Privatgerät: Er bekommt Ihre Firmenprogramme nicht, taucht bei uns nicht auf, und die Firmendaten liegen in einem privaten Konto. Reparieren lässt sich das nur, indem der Rechner komplett zurückgesetzt und neu eingerichtet wird.
6. Anmelden
Abschnitt betitelt „6. Anmelden“Ihr Anmeldename aus der Willkommensmail, danach der Zugangspass (oder das Startkennwort) aus derselben Mail. Nicht Ihre private Adresse und kein privates Microsoft-Konto. Die Seite trägt das Microsoft-Logo, nicht das Ihrer Firma — das ist richtig so.
Arbeitet Ihre Firma mit Google Workspace, nehmen Sie hier den Anmeldenamen aus dem Abschnitt „Ihr Firmenrechner“ Ihrer Willkommensmail, nicht Ihr Google-Kennwort — mehr unter Rechner-Anmeldung bei Google Workspace.
Mit einem Startkennwort fragt Microsoft danach nach einem eigenen Kennwort — vergeben Sie es gleich hier. Mit dem Zugangspass ist auch die zweite Bestätigung für heute schon erledigt.
7. „Datenschutzeinstellungen für Ihr Gerät”
Abschnitt betitelt „7. „Datenschutzeinstellungen für Ihr Gerät”“Falls diese Seite erscheint, kommen hier mehrere Schalter, meist auf einer Seite. Unsere Empfehlung:
| Schalter | Empfehlung | Warum |
|---|---|---|
| Standort | Aus | Ein Arbeitsplatzrechner muss nicht wissen, wo er steht. Ein verlorenes Gerät finden wir anders — siehe unten. |
| Mein Gerät suchen | Aus | Diese Funktion gehört zum privaten Microsoft-Konto. Für Firmengeräte übernehmen wir das. |
| Diagnosedaten | Erforderlich (nicht „Optional”) | „Erforderlich” reicht Microsoft, damit Windows Sicherheitsaktualisierungen ausliefern kann. „Optional” schickt zusätzlich mit, welche Programme Sie wie benutzen. |
| Freihand und Eingabe verbessern | Nein | Schickt Tastatur- und Handschrifteingaben an Microsoft. |
| Personalisierte Werbung / Werbe-ID | Nein | Auf einem Arbeitsgerät hat Werbeprofilbildung nichts verloren. |
| Angepasste Benutzererfahrung | Nein | Wertet Ihre Nutzung aus, um Ihnen Microsoft-Produkte vorzuschlagen. |
Alle diese Schalter lassen sich später unter Einstellungen → Datenschutz und Sicherheit ändern. Sie legen sich hier nicht endgültig fest.
8. „Wie möchten Sie Ihr Gerät einrichten?” (Nutzungsart)
Abschnitt betitelt „8. „Wie möchten Sie Ihr Gerät einrichten?” (Nutzungsart)“Falls die Frage kommt, ob der Rechner für Gaming, Familie, Schule oder Arbeit ist: Arbeit — oder den Bildschirm überspringen. Die Antwort steuert nur, welche Vorschläge Windows Ihnen später macht.
9. PIN einrichten
Abschnitt betitelt „9. PIN einrichten“Eine PIN ist bequemer und sicherer als ein Kennwort: Sie gilt nur auf diesem Rechner, ein Dieb kann mit ihr anderswo nichts anfangen. Mit einem Zugangspass ist die PIN Ihre eigentliche Anmeldung — ein Kennwort haben Sie dann noch nicht, und der Pass gilt nur bis zu der Uhrzeit, die in Ihrer Willkommensmail steht. Richten Sie sie deshalb in jedem Fall ein. Fragt Windows nicht danach, richten Sie sie gleich auf dem Schreibtisch unter Einstellungen → Konten → Anmeldeoptionen ein. Nach einem Neustart zeigt Windows dann Ihren Namen und fragt nach der PIN. Steht in den ersten Stunden dort noch „Anderer Benutzer”, melden Sie sich mit dem Zugangspass an; im Lauf des Tages stellt der Rechner von selbst auf Ihre PIN um.
Wenn die PIN nicht funktioniert: Es gibt einen Bildschirm „Es ist ein Problem aufgetreten — Ihre PIN konnte nicht eingerichtet werden”. Dann klicken Sie „Vorerst überspringen”. Haben Sie ein Startkennwort bekommen, melden Sie sich mit dem eigenen Kennwort an, das Sie bei der ersten Anmeldung vergeben haben, und holen die PIN später unter Einstellungen → Konten → Anmeldeoptionen nach. Mit einem Zugangspass melden Sie sich nicht ab und starten nicht von Hand neu — ohne PIN und ohne Kennwort kämen Sie danach womöglich nicht mehr an den Rechner. (Den Neustart, den Windows bei der Einrichtung über Microsoft Intune von selbst macht, meinen wir damit nicht — siehe Schritt 11.) Holen Sie gleich Hilfe, über Ihr Smartphone oder Ihre Ansprechperson in der Firma (so erreichen Sie uns), mit dem Fehlercode vom Bildschirm.
10. Der kjello-Bildschirm
Abschnitt betitelt „10. Der kjello-Bildschirm“Falls ein kurzer Hinweis erscheint, dass Ihr Unternehmen den Rechner verwaltet, mit einer Schaltfläche zum Bestätigen. Bestätigen. Genau das ist der Moment, in dem der Rechner bei uns ankommt.
11. „Einrichten für Arbeit oder Schule”
Abschnitt betitelt „11. „Einrichten für Arbeit oder Schule”“Drei Abschnitte laufen durch: Gerätevorbereitung, Geräteeinrichtung, Kontoeinrichtung (bei manchen Rechnern heißt der Bildschirm „Dieser Vorgang kann einige Minuten dauern”). Jetzt richtet sich der Rechner selbst ein: Er holt sich Ihre Programme, die Sicherheitseinstellungen und die Verschlüsselung. Lassen Sie ihn dabei am Strom und im Netz und schalten Sie ihn nicht aus. Je nach Umfang dauert das fünf bis zwanzig Minuten.
Wenn Ihre Firma Rechner über Microsoft Intune einrichtet, holt Windows dabei zusätzlich Updates („Ihr Update läuft”) und startet einmal von selbst neu — das ist normal und dauert rund eine halbe Stunde. Bleiben Sie in der Nähe: Danach wartet der Sperrbildschirm mit „Anderer Benutzer”, bis Sie auf „Anmelden” klicken. Öffnet sich die Microsoft-Seite nicht gleich, richtet Windows noch etwas ein — klicken Sie nach ein paar Minuten noch einmal. Geben Sie Ihren Anmeldenamen ein, wählen Sie „Befristeten Zugriffspass eingeben” (so nennt Microsoft Ihren Zugangspass) und geben Sie denselben Pass ein wie vorher. Die Einrichtung läuft dann weiter; manchmal fragt Microsoft den Pass danach noch einmal ab. Dann kommt „Windows Hello mit Ihrem Konto verwenden” (OK) und die PIN aus Schritt 9. Mit Intune dauert es von der Anmeldung bis zum Schreibtisch etwa eine Stunde statt fünf bis zwanzig Minuten.
Nach „Fertig! Sie können sich jetzt mit Ihrer PIN anmelden.” sind Sie auf dem Schreibtisch und können anfangen.
Gleich danach: Zwei-Faktor-Anmeldung hinterlegen
Abschnitt betitelt „Gleich danach: Zwei-Faktor-Anmeldung hinterlegen“Am fertigen Rechner oder am Smartphone öffnen Sie aka.ms/mysecurityinfo und hinterlegen die App Microsoft Authenticator (oder Ihre Handynummer): App installieren, den angezeigten QR-Code scannen, fertig. So steht es auch in Ihrer Willkommensmail.
Warum wir das nicht abschalten: Ein gestohlenes Kennwort allein reicht dann nicht mehr aus. Das ist die einzelne Maßnahme mit dem größten Effekt gegen Kontoübernahmen.
Woran Sie merken, dass alles geklappt hat
Abschnitt betitelt „Woran Sie merken, dass alles geklappt hat“- Unten rechts in der Taskleiste erscheint nach einigen Minuten das kjello-Symbol.
- Im Portal steht Ihr Gerät unter Meine Geräte mit dem Status Online.
- Ihre Firmenprogramme tauchen nach und nach im Startmenü auf — nicht alle sofort.
Was Sie nicht tun sollten
Abschnitt betitelt „Was Sie nicht tun sollten“- Nicht ein privates Microsoft-Konto anmelden.
- Nicht im Unternehmensportal auf „Beginnen” tippen, falls die App auftaucht und Sie dazu auffordert — das richtet eine zweite Verwaltung ein und bringt beide durcheinander. Ausnahme: Ihre Firma lässt Rechner über Microsoft Intune einrichten (mit Business Premium). Dann gehört das Unternehmensportal dazu — siehe Neue Windows-Rechner: wie sie ankommen.
- Nicht den Rechner während der Einrichtung ausschalten oder vom Netz nehmen.